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Der Mindestlohn steigt weiter!

Der Mindestlohn ist ein Thema, das viele Arbeitnehmer beschäftigt. Viele Arbeitnehmer stehen gehaltstechnisch an der Grenze zum Mindestlohn. Seit 2015 wurde mit dem Mindestlohn eine Untergrenze der Stundenlöhne gesetzt. Dies war der Startschuss für eine Entwicklung die dazu dienen soll, die Ausbeutung von Arbeitskräften zu unterbinden. Als der Mindestlohn mit einer Einstiegsmarke von 8,50 Euro eingeführt wurde war klar, dass damit kein existenzsichernder Lohn geschaffen wurde. Doch dies sollte sich mit dem Einstieg der Mindestlohnerhöhung ändern.

Seit 2015 (Einführung des Mindestlohns) ist der Mindestlohn um 22,9% gestiegen und wird hoffentlich noch weiter steigen.

Wo steht der Mindestlohn Heute und in der Zukunft?

Die Mindestlohnkommission hat am 30. Juni 2020 ihre Empfehlung des gesetzlichen Mindestlohns für 2021 und 2022 abgegeben. Dieser Empfehlung ist die Bundesregierung gefolgt. So wird der Mindestlohn in den beiden Jahren 2021 und 2022 in vier Stufen steigen.
Im ersten Halbjahr von 2021 liegt der Mindestlohn bei 9,82 Euro und wird bis zum 2 Halbjahr von 2022 auf 10,45 Euro steigen.
Die nächste Empfehlung der Mindestlohnkommission wird im Sommer 2022 erfolgen. Diese ist das für die beiden Jahre 2023, 2024 und werden wieder in vier Stufen erhöht (Sofern die Bundesregierung auch dieser Empfehlung wieder folgen wird).
Doch auch ein breites politisches Spektrum aus Gewerkschaften, Sozialverbänden, Linken, Grünen, SPD und CDU plädieren deutlich für eine Mindestlohnerhöhung. Als Zielmarke wurde hierbei auf 12 Euro etabliert.

Zusammengefasst:

2015 – 8,50 €

2016 – 8,50 €

2017 – 8,84 €

2018 – 8,84 €

2019 – 9,19 €

2020 – 9,35 €

2021 – 9,50 €   (1. Halbjahr)

2021 – 9,60 €   (2. Halbjahr)

2022 – 9,82 €   (1. Halbjahr)

2022 – 10,45 € (2. Halbjahr)

Von 2015 bis 2022 ist der Mindestlohn um 1,95 Euro gestiegen. Sollte es wirklich umgesetzt werden, den Mindestlohn auf 12 Euro zu erhöhen, wäre der Mindestlohn um 3,50 Euro gestiegen.

Wen betrifft die Mindestlohnregelung nicht?

Der Gesetzliche Mindestlohn betrifft derzeit alle Volljährigen.

Ausnahmen sind lediglich:

• Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten nach Arbeitsantritt
• Auszubildende
• Pflichtpraktikum
• Praktikum mit weniger als 3 Monaten

Vom Mindestlohn zu berücksichtigen, sind einige Branchen tarifliche Mindestlöhne, die höher als diese Lohnuntergrenze sind.

Bestimmte Branchen unterliegen der Dokumentationspflicht

Für geringfügig Beschäftigte und bestimmte Wirtschaftsbereiche gibt es zusätzlich eine Dokumentationspflicht. Diese besagt, dass der Arbeitgeber Arbeitsbeginn, Ende der Arbeitszeit und Dauer der täglichen Arbeitszeit (ohne Pausen) dokumentieren muss. Ob der dies Handschriftlich oder elektronisch gehandhabt wird, ist dem Arbeitgeber zur Zeit noch selbst überlassen. Effektiv sind jedoch elektronische Softwarelösungen zur Zeiterfassung. Dieses Gesetz ist Teil des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, gilt aber nicht für alle Branchen.

Welche Branchen müssen sich an dieses Gesetz halten?

• Baubranche
• Gaststätten
• Beherbergungsbetriebe
• Speditionsfirmen
• Transport und Logistik
• Gebäudereinigung
• Forstwirtschaft
• Messebau
• Fleischwirtschaft
• Zeitungs- und Paketzustelldienste


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